Die Nacht kurz vor den Wäldern

6. Mai 2015

Die Nacht kurz vor den Wäldern
Szenische Lesung

Text: Bernard-Marie Koltès: Die Nacht kurz vor den Wäldern. Originaltitel: La nuit just avant les fôrets. Aus dem Französischen von Simon Werle. Frankfurt am Main: Verlag der Autoren. 2002.

Regie und Dramaturgie: Julian Müller
Sprecher: Sebastian Adler, Dorothee Löhner, Clemens Wildt

Inhalt
Ein Namenloser in einer regnerischen Nacht auf der Suche nach einem Zimmer. Alles, was wir über ihn erfahren, erzählt er uns selbst. Brabbelnd, plappernd, schimpfend versucht er sich die Welt und deren Bewohner zu erklären. Ein langer Monolog, gerichtet an einen Fremden, von dem wir nichts sehen und nichts hören, der aber gutwillig genug ist, dem einsamen Redner zuzuhören. Ohne Arbeit, ohne Geld, ohne Behausung, immer wieder verjagt und heimatlos gemacht, streunt Koltès Held durch die Straßen und erzählt von seiner Idee einer „internationalen Gewerkschaft“ der „in den Arsch Getretenen“. Der Tristesse des Milieus stemmt Koltès seine harte, klare Sprache entgegen. Und so überwiegt am Ende die Wut gegenüber der Wehmut, siegt der Trotz über die Trauer.

Der dramatische Monolog des französischen Regisseurs und Schriftstellers Bernard-Marie Koltès wurde von ABundZUspiel in Form einer szenischen Lesung für drei Sprecher auf die Bühne gebracht.

Aufgeführt wurde die Lesung im Rahmen der vom Verein zur Förderung der freien Kulturlandschaft e.V. organisierten Halleschen KleinKunstNacht KKN 3 am 21. Juni 2014.